2017

Brandstiftung in der Gaststätte Schiller´s

Brandstiftung Schiller
2017-07-25 | 09:25 | Großschleife | ?? FM | ELF, HLF, TLF, MZF, GW
 

Mitten im Unwetter- & Hochwassereinsatz wurde die Ortsfeuerwehr Eschershausen um 09:25 Uhr zu einem Einsatz in der Gaststätte Schiller´s alarmiert. Hier hatte ein Bewohner starken Benzingeruch wahrgenommen und die Feuerwehr benachrichtigt. Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass die Eingangstür mit Gewalt aufgebrochen wurde. In den Räumen der Gaststätte war an vielen Stellen Benzin verschüttet und angezündet worden - auch ein teilgefüllter Benzinkanister befand sich im Raum. Glücklicherweise kam es nicht zu einer Explosion bzw. Verpuffung, sondern nur zu mehreren verbrannten Stellen. Durch die Bauweise des Gebäudes hätte sich schnell ein Großbrand entwickeln können. Da aus dem Kanister weiter Benzin austrat, wurde der Raum unter Atemschutz und Wasser am Hohlstrahlrohr betreten und zügig Abluftöffnungen geschaffen. Vom Seiteneingang aus wurde ein Hochleistungslüfter in Stellung gebracht, um die Dämpfe aus dem Gebäude zu transportieren. Mit einem Mehrgas-Messgerät wurde überprüft, ob sich eine explosionsfähige Atmosphäre gebildet hatte. Parallel zu diesen Maßnahmen wurde die Straße halbseitig gesperrt, das Gebäude komplett abgesucht und das Hinterhaus evakuiert. Die Personen wurden in der Zwischenzeit im Rathaus und dem Raabemuseum untergebracht, da es stark regnete.

Die Polizei ermittelt und bittet um Mithilfe: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/57895/3694163

Unwetter & Hochwasser sorgen für Einsatz-Marathon

Unwetter
2017-07-25 | 01:13 bis 2017-07-26 16:30 | Großschleife | ?? FM | alle Fahrzeuge
 

Es deutete sich schon Montagabend an, dass etwas Ungewöhnliches in der Luft lag: Ein riesiges Dauerregengebiet drehte sich langsam über Norddeutschland mit dem Zentrum in Südniedersachen. Das hatte zur Folge, dass in Eschershausen und näherer Umgebung insgesamt über 130l Wasser pro qm vom Himmel fielen - und das innerhalb von 48 Stunden. Das Team der Eschershäuser Einsatzleitung war bereits am Montagabend ab ca. 22:00 Uhr unterwegs, um Pegelstände der Lenne und der Ruthe zu kontrollieren, die Wetterentwicklung zu verfolgen und vorbereitende Maßnahmen zu planen. Die großen Regenmengen sorgten dann am frühen Dienstagmorgen für den ersten Einsatz der Feuerwehr: In Holzen lief ein Keller mit Wasser voll. Die Einsatzstelle wurde von der Ortsfeuerwehr Holzen abgearbeitet, die Eschershäuser Kräfte unterstützten nur kurz.

Nach kurzer Lagebesprechung wurden nach und nach weitere Kräfte alarmiert. Die Firma Lieben in Scharfoldendorf wurde kurzerhand in eine professionelle Sandsackproduktionsanlage umgewandelt. Auf einem Parkplatz in der Nähe wurde die Einsatzleitung eingerichtet. Schwerpunkt waren zunächst die Absicherung der übertretenden Lenne an der "Tiefen Straße" und "Am Kuhmarkt" mit Sandsackbarrieren. In Eschershausen kristallisierte sich die "Worth" in der Innenstadt als Einsatzschwerpunkt heraus, die mit zurückgestautem Wasser volllief, das viele Wohnhäuser bedrohte. Hier wurden mehrere leistungsstarke Pumpen in Stellung gebracht, um den Wasserspiegel zu senken.

Im Laufe des Tages weiteten sich die Einsätze auf das gesamte Gebiet der Samtgemeinde aus - ein wahrer Einsatz-Marathon begann, weshalb die Gesamt-Einsatzleitung am Feuerwehrgerätehaus in Eschershausen eingerichtet wurde. Nur die Alarmierung aller Feuerwehren der Samtgemeinde machte es möglich, die unzähligen Einsatzstellen zeitnah abzuarbeiten. Gegen Abend eskalierte die Situation weiter - langsam füllte sich auch die Fahrbahn der B64 auf der Höhe des Mehrgenerationenhauses. Parallel dazu breitete sich die Lenne auf das Grundstück des KIK-Marktes aus. Die Wassermassen drohten die Häuser der Bahnhofstraße von hinten zu überfluten, weshalb auch noch die Ortsfeuerwehr Bevern alarmiert wurde, um die Eschershäuser Einsatzkräfte am Brennpunkt "Worth" zu entlasten. Umstürzende Bäume blockierten das Flussbett der Lenne auf der Höhe des Stadtparkes, sodass dieser großflächig überflutet wurde. Hier kam es zu weitreichenden Zerstörungen der Wege, weshalb der Stadtpark von der Feuerwehr abgesperrt wurde.

Parallel zu den unzähligen Einsätzen wurde das Feuerwehrgerätehaus in Eschershausen zum Versorgungsschwerpunkt für die abgekämpften Einsatzkräfte. Mitglieder der Altersabteilung und Ehepartner von Feuerwehrleuten stellten spontan eine organisatorische Meisterleistung auf die Beine und versorgten die über 230 Einsatzkräfte rundum.

Im Laufe des Abends wurden immer mehr Einheiten aus den verschiedenen Einsätzen herausgelöst, sodass gegen Mitternacht nur noch ein Kernteam der Eschershäuser Wehr die Pumparbeiten in der Worth und die Überwachung des Pegels und der Sandsackbarrieren übernahm, die bis zum Mittwochmittag fortgeführt werden mussten.

Am Mittwochmorgen wurde dann wieder die Großschleife Eschershausen alarmiert, um die auflaufenden Einsätze nach und nach abzuarbeiten. Vom Einsatzleitwagen aus wurden auch alle anderen Einsätze in der Samtgemeinde koordiniert.

Parallel zu den Unwetter- und Hochwassereinsätzen musste die Ortsfeuerwehr noch drei andere Einsätze abarbeiten, wovon wir z.T. noch parallel berichten:

An dieser Stelle möchte sich die Feuerwehr Eschershausen für den unglaublichen Einsatz aller anderen Feuerwehren der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf, der Feuerwehr Bevern, der FTZ Holzminden, den Johannitern, dem Versorgungsteam und der Firma Lieben bedanken. Ein herzliches Dankeschön auch der Bevölkerung für das entgegengebrachte Verständnis und die vielen kleinen Aufmerksamkeiten (Kaffee, geschmierte Brötchen, usw.), die uns bei diesem Einsatz-Marathon den Rücken gestärkt haben.

Unwetter

Brennende Raupe im Waldgebiet bei Holzen

Raupenbrand
2017-07-21 | 13:49 - 16:45 | Großschleife | 21 FM | ELW, HLF, TLF, GW, MZF
 

Zu einem schweißtreibenden Einsatz wurde die Ortsfeuerwehr Eschershausen zusammen mit der Ortswehr Holzen um 13:49 Uhr alarmiert. Bei Forstarbeiten war in einem Waldgebiet bei Holzen eine Raupe aus bisher ungeklärter Ursache in Brand geraten. Nachdem der Einsatzort ausfindig gemacht wurde, musste über viele Höhenmeter und über 500m Länge Schläuche z.T. durch unwegsames Gelände verlegt werden, bevor der Löschangriff auf das in voller Ausdehnung brennende Fahrzeug begonnen werden konnte. Ein Übergreifen auf den Wald konnte verhindert werden. Abschließend wurden austretende Kraftstoffe abgebunden.

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Schwerer Verkehrsunfall bei Lüerdissen, B240

Verkehrsunfall
2017-06-20 | 06:49 - 08:50 | HLF-Schleife | 7 FM | ELW, HLF, GW
 

Um 06:49 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Eschershausen zusammen mit dem Löschzug Dielmissen zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B240 zwischen Lüerdissen und Dielmissen alarmiert. Ein PKW, der mit drei Personen besetzt war und aus Richtung Halle kam, kam aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und traf dort einen mit einer Person besetzten PKW seitlich-frontal. Durch den Aufprall wurde der getroffene PKW herumgeschleudert und landete etwa 100m entfernt auf dem Dach liegend im Seitengraben. Das erste Fahrzeug blieb zerstört auf der Fahrbahn stehen. Ersthelfer retteten den schwerverletzten Fahrer aus dem überschlagenen Fahrzeug. Die drei anderen verletzten Personen konnten auch ohne technische Hilfe ihr Fahrzeug verlassen. Aufgabe der Feuerwehr war es die Einsatzstelle abzusichern, auslaufende Betriebsstoffe abzubinden, Angehörige zu betreuen, den Rettungsdienst zu unterstützen und die Landung des Rettungshubschraubers vorzubereiten. Nachdem alle Verletzten auf dem Weg in verschiedene Krankenhäuser waren, wurde das Abschleppunternehmen bei den Bergungsarbeiten der PKW unterstützt. Die B240 war während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen voll gesperrt.

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Infos Einsätze

Alarm:
Zeitkritischer Feuerwehreinsatz, weshalb der Einsatzort mit Blaulicht und Martinshorn angefahren wird.

Einsatz:
Feuerwehreinsatz, der zwar zügig, aber nicht unter Inanspruchnahme von Sonder- & Wegerechten erfolgt.

Technische Hilfeleistung (TH / VU):
Das Spektrum reicht vom Absichern von Ölspuren bis hin zu schweren Verkehrsunfällen mit mehreren Fahrzeugen oder LKW.

Feuer (FEU):
Hier reicht das Spektrum von einer brennenden Mülltonne, über eine unklare Rauchentwicklung bis hin zu einem ausgedehnten Großbrand.