
Um 21:48 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Eschershausen zu einem LKW-Brand auf der B64 alarmiert. Ein Tanklastzug mit 33.000l Kraftstoff war nach einem technischen Defekt in Brand geraten. Die Einsatzstelle befand sich genau auf der Grenze der Gemeinden Holenberg, Negenborn und Eschershausen und wurde zunächst in der Nähe des Klosters Amelungsborn gemeldet. Die ersteintreffenden Kräfte der Samtgemeinde Bevern alarmierten nach erster Erkundung weitere Kräfte nach. Im Einsatz waren schließlich die Ortsfeuerwehren Negenborn, Holenberg, Golmbach, Bevern und Eschershausen. Die Einsatzleitung lag beim Gemeindebrandmeister der SG Bevern, Dirk Siefarth.
Die Einsatzkräfte arbeiteten Hand in Hand und konnten ein Inferno in letzter Minute abwenden, da die in Vollbrand stehende Zugmaschine bereits den Auflieger zum Platzen gebracht hatte und es zur Bildung von Stichflammen kam. Mit Wasserwerfern, mehreren Strahlrohren und unter Einsatz von Schaum wurde das Feuer bekämpft und der Auflieger mit der gefährlichen Fracht gekühlt. Auch der Kraftstofftank der Zugmaschine selbst konnte gehalten werden. Probleme bereitete die starke Rauchentwicklung. Die Einsatzstelle wurde abgesichert, ausgeleuchtet und für den Verkehr voll gesperrt. Mithilfe von Wärmebildkameras und einer Drohne wurde die Temperatur und der Füllstand des Tanklastzuges kontrolliert. Da viele Atemschutztrupps eingesetzt wurden, bauten die Eschershäuser Kräfte die Hygienekomponente auf, um die Trupps beider Samtgemeinden zu reinigen. Die Fahrbahn war aufgrund des Zugmaschinendefekts in weiten Bereichen mit Öl verschmutzt, sodass noch in der Nacht Reinigungsarbeiten vorgenommen wurden. Eine Fachfirma kümmerte sich um die Bergung des Tanklastzuges, wofür dieser komplett umgepumpt werden musste. Auch der Rettungsdienst war zur Eigensicherung vor Ort. Weitere beteiligte Organisationen waren neben der Polizei auch die Straßenmeisterei, die eine Vollsperrung einrichtete und die Untere Wasserbehörde des Landkreises.








Der Einsatz war um 01:15 Uhr für die Ortsfeuerwehr Eschershausen beendet. Nach 4-minütiger Pause gab es um 01:19 Uhr erneut Alarm: Bei einem Großbrand (F3) in Hellental war wiederum die Hygienekomponente gefordert. Für die letzten Einsatzkräfte war dieser Einsatz um 06:00 Uhr beendet.
